Feste Zahnspangen

Multibracketbehandlungen (feste Zahnspangen)

Wir können verschiedene Formen einer festen Zahnspange einsetzen. Im Folgenden möchten wir Sie gerne über die unterschiedlichen Möglichkeiten zeitgemäßer Multibracketapparaturen informieren. Weiterhin bieten wir verschiedene Zusatzleistungen für feste Zahnspangen an.

 

Nach den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen muss eine Behandlung „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein.

Ein entsprechendes Modell zur Behandlung unter den Bedingungen der Positivliste (http://www.kzvmv.de/positivliste.pdf) wird von uns bereitgehalten und beim Aufklärungsgespräch gezeigt. Wir können eine Behandlung unter den Bedingungen der Positivliste durchführen. D.h. die Regelversorgung wird in unserer Praxis durchgeführt.

Hierbei werden unprogrammierte Brackets, Bänder und Stahlbögen verwendet. Die Versiegelung der Glattflächen und die Zwischendiagnostik entfallen. Das Behandlungsziel wird entsprechend der Kieferorthopädischen Indikationsgruppen eins oder zwei definiert.

Dies entspricht vielfach nicht mehr modernen Behandlungsmethoden in Punkto Sicherheit, Genauigkeit und Komfort.

Um eine optimale festsitzende kieferorthopädische Behandlung zu ermöglichen, die dem modernen Stand der Kieferorthopädie entspricht, bieten wir Ihnen folgende Leistungen als Bestandteil aller Multibracketbehandlungen (= feste Zahnspangen) an:

  1. Superelastische aktive Drahtbögen aus Hightech-Legierungen
  2. Prophylaxe mit Versiegelung der Glattflächen.
  3. Zwischendiagnostik

Die modernen hochelastischen Drähte unterstützen die Behandlung in der Anfangsphase durch niedrige und konstante Kräfte, aus denen eine schmerzfreie und schnelle Zahnbewegung resultiert – eine schonende und sehr effektive Behandlung wird ermöglicht.

Die Drähte sind so programmiert, dass sie immer in ihre Ausgangslage zurück wollen und dabei ziehen sie die Zähne mit.

Mit einer festen Zahnspange ist das Karies-Risiko erhöht und das Zähneputzen erheblich erschwert und zeitaufwändiger. Durch die erschwerte Reinigung der Zähne kann es zu Entkalkungen, Karies und Zahnfleischentzündungen (mit Risiko des Knochenabbaus) kommen.

Um die Zähne gesund zu erhalten und optimal zu schützen, wird bei unseren Patienten vor dem Einbringen der festen Apparatur, während des Tragens und am Ende der Behandlung eine professionelle Zahnreinigung mit Intensivfluoridierung durchgeführt. Weiter wird der Zahn um das Bracket herum versiegelt, d.h. eine sog. Bracketumfeldversiegelung durchgeführt, was den Zahn widerstandsfähiger gegen Karies macht.

Wir informieren Sie ausführlich über die häusliche Zahnreinigung und die dazugehörigen Hilfsmittel.

Da eine festsitzende Zahnspange einen erheblichen Einfluss auf die Gesichtsent-wicklung hat und da jeder Zahn in seiner Stellung verändert wird, ist eine genaue Kontrolle notwendig. Für diese Kontrolle und Diagnostik erstellen wir eine erneute Dokumentation bestehend aus Kiefermodellen, Fotos und digitalen Schichtaufnahmen. Daraus erkennen wir, wie weit die Behandlung vorangeschritten ist und welche Maßnahmen noch erforderlich sind.

Selbstligierende Bracketsysteme (programmiert)

Selbstligierend bedeutet, dass der Draht am Bracket durch einen speziellen Clipmechanismus der in das Bracket integriert ist, befestigt wird.

Durch die passive Einbindung des Bogens kann mit sehr geringen biologischen Kräften gearbeitet werden.

Die Vorteile für Sie sind:

  • Das Setzen von Bändern entfällt meistens.
  • Zur Bewegung der Zähne sind geringere Kräfte nötig, daher können dünnere und elastische Bögen benutzt werden.
  • Die hochelastischen Drähte und die bioadaptive Bewegung verringern sehr das Risiko von Zahnwurzel- und Zahnfaserschäden.
  • Draht wird mit Clipmechanismus gesichert.
  • Kürzere Behandlungsdauer durch schnellere und angenehmerer Zahnbewegung.
  • Weniger Zeit auf dem Behandlungsstuhl, da das aufwendige Einligieren der Drähte mit kleinen Ligaturen entfällt und somit sind die sehr Bögen schnell gewechselt.
  • Weniger Kontrolltermine, da insgesamt mit viel geringeren Kräften gearbeitet wird und dadurch weniger häufig die Drahtbögen gewechselt werden müssen.
  • Zahnreinigung ist vereinfacht.

 

Zu den selbstligierenden Bracketsystemen zählen die im Folgenden beschriebenen Bracketsysteme:

In diesen metallfarbenen Brackets ist ein Clip integriert, der den Bogen fixiert und die Zähne sehr schonend und kontrollierbar bewegt. Bögenwechsel lassen sich schnell unkompliziert durchführen. Die SmartClip-Brackets sind sehr flach und irritieren so nur gering das Weichgewebe und sorgen für eine vereinfachte Mundhygiene

Clarity I Brackets entsprechen den SmartClip-Brackets. An den oberen zehn Zähnen sind diese Brackets zahnfarben und so sehr ästhetisch und unauffällig. Sie passen sich quasi dem Zahn an. Im Unterkiefer kommen SmartClip-Metall-Brackets zum Einsatz. Die Brackets sind alle bereits mit einem Kleber vorbeschichtet, so dass die Stuhlzeit beim Einbringen der Zahnspange sehr gering ist.

Bei der Clarity-II-Behandlung werden im Oberkiefer und im Unterkiefer jeweils zahnfarbene, d.h. durchsichtige und ästhetische selbstlegierende Brackets verwendet.

Bracketsysteme mit konventioneller Befestigung (programmiert)

Der Bogen wird am Bracket mit einer zusätzlichen dünnen Draht- oder Gummiligatur befestigt.

Durch die einzeln einligierten Brackets wirken die Kräfte des Bogens stärker als bei den SL Brackets und somit ist der Druck auf die Zähne intensiver.

Vorteil:

  • Auch bei diesem System werden vorprogrammierte Brackets mit hochelastischen Bögen verwendet.

Nachteil:

  • Behandlungszeit am Stuhl und Dauer der Behandlung länger als bei selbstligierenden Systemen
  • Häufigere Kontrollen notwendig
  • Befestigen des Bogens immer mit Einzelligaturen

Zu den konventionellen Bracketsystemen zählen die im Folgenden beschriebenen Bracketsysteme:

 

Unsere Twin-Brackets sind entsprechend der biologischen Gegebenheiten vorprogrammiert und besitzen Flügelchen, um ein sicheres Einligieren des Drahtes zu ermöglichen.

Es sind kleine, wenig auftragende Metallbrackets mit einer leicht gewölbten Basis, welche sich dadurch besser an den Zahn platzieren lassen. Die Flügelchen sind abgerundet und reiben daher nicht an der Schleimhaut.

Nachteil:

  • auffälliger

 

Fortschrittliche Technologie, flaches Design, innovative Keramik – die ultimative Kombination aus Wirksamkeit und Ästhetik.

Die Funktionsweise entspricht dem Twin System.

Vorteile:

  • Optimaler Tragekomfort durch die abgerundeten Flügel
  • Kleine Größe, robuste Stärke
  • Brillante Ästhetik – beständig gegen Flecken und Verfärbungen
  • einfaches Entfernen
  • Unauffällig

Nachteil:

  • Draht-, oder Gummiligaturen müssten bei Bedarf öfters gewechselt werden.

 

Besondere Verankerungsmaßnahmen:

Minischrauben sind kleine Pins die bei örtlicher Betäubung schmerzfrei in den Kieferknochen eingesetzt werden können. Diese Mini Pins sitzen stabil im Kiefer und dienen als Befestigungspunkt. Mit deren Hilfe ist hierdurch möglich:

  • Lücken zu schließen sowie Zähne sanft aber stetig in die richtige Position zu lenken.
  • Bei fehlendem Platz für bleibende Zähne können mittels der Apparatur genügend Platz zum Einordnen der eingeengten Zähne geschaffen werden.
  • Bei Nichtanlagen können die Zähne dementsprechend bewegt werden, dass der Zahnarzt später ein Implantat im Bereich der Nichtanlage setzen kann.